die Festung von Sabaudo

Drucken  Freitag, den 07. August 2009 um 21:31 Uhr

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Auf der Spitze des Huegels, der die Basilica von Sant'Antioco dominiert und der rundherum die Punische Nekropole des antiken Sulky ueberragt, befindet sich die Befestigung von Sabaudo oder "su pisu". Die Militaerbase unter offenem Himmel wurde zwischen 1813 und 1815 erbaut, in der Sabaudischen Bluetezeit. Aufgrund staendiger Ueberfaelle der maurischen Korsare, bereiteten die Verantwortlichen Sant'Antiocos zu Ende des 18. Jhdt.s einen Verteidigungsprojekt vor, der vorsah, ein Fort im Eingangsbereich der Insel zu errichten, in der Naehe der Roemischen Bruecke. Am 22. Juli 1812 landete eine Tunesische Flotte am Golf von Palmas und eroberte die Festung und nahm unzaehlige Gefangene.

Die ueber die Leichtigkeit mit der ihre Insel von den Freibeutern eingenommen wurde, enttaeuschten Sant'Antioc'er protestierten beim Vizekoenig und drohten gar mit Auswanderung. Daher beschloss man eine neue Befestigung zu errichten, diesmal naeher am Dorf. Die Finanzierung realisierte man durch eine Gebuehrenerhebung gemaess sozialem Stand und durch Regierungs-Unterstuetzung. Das Projekt wurde vom Deutschen Beamten Ambrogio Capson redigiert. Als Ort der Errichtung wurde die Spitze des "Sa guardia de su pisu" genannten Huegel ausgewaehlt.

Diese Auswahl wurde sicher von verschiedenen Elementen beguenstigt. Angesichts der duerftigen Mittel musste man auf militaerische Strukturen vorangegangener Epochen zurueckgreifen: ein Nuraghe-Gebaeude mit drei Tuermen von 1500 vor Christus, von dem Sie einen Turm hier links unten sehen koennen, und die Punischen Befestigungen von 379 vor Christus, die wie Sie erkennen koennen, vom breiten, massigen, roten Vulkanfels der sich am Fusse der Festung befindet zur Spitze des Huegels uebergeht.

Ausserdem konnte das Fort von dieser Position aus mit seinen Kanonen die Kirche von Sant'Antioco und das sie umgebende Dorf beschuetzen. Im Februar 1813 begannen die Arbeiten und dauerten unter wechselhaften Bedingungen zwei Jahre